Fassade reinigen: Spezial Fassadenreiniger oder Grünbelagentferner? Die große Entscheidungshilfe

Fassade reinigen: Spezial Fassadenreiniger oder Grünbelagentferner? Die große Entscheidungshilfe

Kurz gesagt: Es gibt zwei Wege, Deine Fassade zu reinigen. Die Aktivreinigung (mit Spezial Fassadenreiniger) liefert sofort ein strahlendes, langanhaltendes Ergebnis und schont den Putz, ist aber etwas aufwendiger. Die Passivreinigung („selbsttätig“ mit Algenentferner) ist schneller erledigt und kommt ohne Reinigungsmittel aus – das saubere Endergebnis stellt sich allerdings erst nach Monaten ein und der hohe Wasserdruck birgt ein gewisses Risiko für die Fassade. Welche Methode für Dich die richtige ist, hängt vor allem vom Verschmutzungsgrad und von Deinem Anspruch an das Ergebnis ab.

Du fragst Dich, wie Du Deine Fassade am besten reinigst? Veralgte, grau-grüne oder vermooste Außenwände sehen nicht nur unschön aus, sie können langfristig auch die Bausubstanz angreifen. In diesem Beitrag stellen wir Dir die beiden gängigen Reinigungsmethoden gegenüber, erklären die Unterschiede mit einem einfachen Beispiel aus dem Alltag und geben Dir eine klare Entscheidungshilfe an die Hand.

Inhaltsübersicht

  • Die zwei Möglichkeiten der Fassadenreinigung
  • Aktivreinigung: mit Reinigungsmittel
  • Passivreinigung: nur mit dem Hochdruckreiniger sinnvoll
  • Aktiv- vs. Passivreinigung im direkten Vergleich
  • Welche Methode passt zu Dir?
  • Häufige Fragen (FAQ)
  • Fazit

Die zwei Möglichkeiten der Fassadenreinigung

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wie Du Deine Fassade reinigen kannst. Beide haben ihre Vor- und Nachteile:

  1. Fassadenreinigung mit Reinigungsmittel und anschließendem Auftrag von Fassadenschutz  – die Aktivreinigung.
  2. Fassadenreinigung ohne Reinigungsmittel mit dem Hochdruckreiniger und anschließendem Auftrag von „selbsttätigen“ Algen und Grünbelagentferner – die Passivreinigung.

Der entscheidende Unterschied liegt darin, wer die eigentliche Reinigungsarbeit übernimmt: das Reinigungsmittel oder der Wasserdruck. Schauen wir uns beide Verfahren genauer an.


Aktivreinigung: mit Reinigungsmittel (z.B. StarWhite)

Bei der Aktivreinigung wird zunächst das Reinigungsmittel auf die Fassade aufgetragen. Dabei handelt es sich um ein Aktivreiniger, das die unschönen Verfärbungen gleichmäßig von der Fassade verschwinden lässt.

Weil das Reinigungsmittel die Hauptarbeit erledigt, ist anschließend nur noch ein sanftes Abspülen nötig. Die Fassade wird also schonend gereinigt – und das strahlende Reinigungsergebnis ist sofort nach der Reinigung sichtbar.

Das T-Shirt-Beispiel: Stell Dir vor, Du hast ein weißes T-Shirt mit grünen Grasflecken. Wäschst Du dieses Shirt mit Voll­wasch­mittel, ist es anschließend wieder strahlend weiß. Genau so funktioniert die Aktivreinigung an Deiner Fassade.

Die Schritte der Aktivreinigung im Überblick:

  1. Reinigungsmittel auftragen (StarWhite)
  2. Schmutz sanft abspülen
  3. Fassadenschutz auftragen (NovaGuard)

Passivreinigung: nur mit dem Hochdruckreiniger

Reinigungsmittel aus dieser Kategorie werden oft als „selbsttätig“ bezeichnet, jedoch trifft das nur bei sehr leichten Verschmutzungen zu und es wird oft außer acht gelassen, dass in den meisten Fällen eine Vorbehandlung notwendig ist.
Bei der Passivreinigung muss zunächst der grobe Schmutz mit dem Hochdruckreiniger heruntergespült werden. Da hier kein Reinigungsmittel zum Einsatz kommt, musst Du mit der Hochdruckdüse näher an die Fassade herangehen – und damit auch mit mehr Druck auf die Oberfläche, um den Schmutz zu lösen.

Wenn der Putz das aushält, ist das in der Regel kein Problem. Du solltest dabei aber etwas vorsichtiger sein. Außerdem besteht die Gefahr, dass Du beim Abspülen Streifen in die Fassade wäschst. Deine Fassade ist danach zwar sauberer als zuvor, doch die grau-grünen Verfärbungen bleiben als feiner Schleier zunächst bestehen.

Das T-Shirt-Beispiel: Stell Dir wieder das weiße T-Shirt mit den grünen Grasflecken vor. Wäschst Du es nur mit heißem Wasser ohne Voll­wasch­mittel, werden die Flecken zwar etwas blasser – die grünlichen Verfärbungen sind nach der Wäsche aber noch deutlich zu erkennen.

Der Nachreinigungseffekt rettet das Ergebnis

Damit die Fassade trotzdem wieder schön aussieht, muss nach der Hochdruckreinigung ein Grünbelagsentferner oder Algenentferner aufgetragen werden. Diese Mittel sorgen für einen sogenannten Nachreinigungseffekt: Die Fassade wird über einen längeren Zeitraum mit Hilfe des Mittels sowie durch Regen und UV-Strahlung stetig sauberer.

Wichtig zu wissen: Dieser Nachreinigungseffekt kann bis zu einem Jahr dauern. Geduld gehört bei der Passivreinigung also dazu.

Die Schritte der Passivreinigung im Überblick:

  1. Schmutz oberflächlich mit dem Hochdruckreiniger abspülen
  2. Gegebenenfalls ein zweites Mal reinigen
  3. Algenmittel auftragen

Aktiv- vs. Passivreinigung im direkten Vergleich

In der folgenden Gegenüberstellung verschaffst Du Dir schnell einen Überblick über beide Varianten und findest anhand der Vor- und Nachteile die für Dich beste Lösung.

Kriterium Aktivreinigung Passivreinigung
Erster Schritt StarWhite auftragen Schmutz oberflächlich mit dem Hochdruckreiniger abspülen
Zweiter Schritt Schmutz abspülen Ggf. ein zweites Mal reinigen
Dritter Schritt NovaGuard auftragen Algenentferner oder Grünbelagsentferner auftragen
Reinigungsergebnis Sehr gut, sofort sichtbar Akzeptabel, wird nach einigen Monaten besser
Erneuerung des Fassadenschutzes Erst nach ca. 2 Jahren Jährlich nötig
Schonung der Fassade Hoch (nur sanftes Abspülen) Geringer (hoher Druck nötig)


Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Aktivreinigung – Vorteile:

  • Sehr gutes Reinigungsergebnis
  • Sofortiger Reinigungseffekt
  • Fassade bleibt länger sauber – der Schutz muss erst nach rund 2 Jahren erneuert werden
  • Schonender für die Fassade, da nur sanft abgespült werden muss

Aktivreinigung – Nachteile:

  • Die Reinigung ist etwas aufwendiger
  • Empfindlichen Fassadenbauteile und Umgebungen sollten geschützt werden

Passivreinigung – Vorteile:

  • Die Reinigung ist nicht so aufwendig
  • Ohne weiteres Zutun wird die Fassade in den folgenden Monaten Stück für Stück sauberer
  • Es wird Reinigungsmittel eingespart

Passivreinigung – Nachteile:

  • Das Reinigungsergebnis ist nicht so gut
  • Hoher Druck nötig, um den Grobschmutz zu entfernen → mögliche Schäden an der Fassade
  • Jährliche Erneuerung des Schutzes, um das Ergebnis aufrechtzuerhalten

Welche Methode passt zu Dir?

Damit Du die richtige Wahl triffst, kommt es vor allem auf Deinen Putz, Deinen Anspruch an das Ergebnis und die Empfindlichkeit Deiner Fassade an.

Wähle die Aktivreinigung, wenn …

  • Du ein schnelles und langanhaltendes Reinigungsergebnis möchtest.
  • Du Wert auf ein sofort sichtbares, strahlendes Ergebnis legst.
  • Deine Fassade aus einem robusten Putz besteht – sie ist für alle Putzarten geeignet.

Wähle die Passivreinigung, wenn …

  • Deine Fassade sehr empfindliche Bauteile aufweist, die mit Reinigungsmittel nicht in Berührung kommen sollten.
  • Du bereit bist, auf das endgültige Ergebnis einige Monate zu warten.

Häufige Fragen zur Fassadenreinigung (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Aktiv- und Passivreinigung? Bei der Aktivreinigung übernimmt ein Reinigungsmittel die Hauptarbeit, sodass nur sanft abgespült werden muss und das Ergebnis sofort sichtbar ist. Bei der Passivreinigung wird der Schmutz allein mit dem Hochdruckreiniger entfernt; das saubere Endergebnis stellt sich erst über Monate durch den Nachreinigungseffekt ein.

Welche Fassadenreinigung ist schonender? Die Aktivreinigung ist in der Regel schonender, weil die Fassade nach dem Auftragen des Reinigungsmittels nur sanft abgespült wird. Bei der Passivreinigung ist hoher Wasserdruck nötig, was das Risiko von Schäden und Streifen erhöht.

Wie lange dauert es, bis die Fassade nach der Passivreinigung sauber ist? Der Nachreinigungseffekt durch Algenentferner, Regen und UV-Strahlung kann bis zu einem Jahr dauern, bis das endgültige Ergebnis erreicht ist.

Wie oft muss der Fassadenschutz erneuert werden? Nach einer Aktivreinigung hält der Schutz in der Regel rund zwei Jahre. Nach einer Passivreinigung ist eine jährliche Erneuerung nötig, um das Ergebnis aufrechtzuerhalten.

Welche Methode eignet sich für WDVS Fassaden? Für WDVS Fassaden ist die Aktivreinigung die geeignetere Wahl, da hier ein schnelles und langanhaltendes Reinigungsergebnis erzielt wird. 


Aktivreinigung für das beste Ergebnis,

Wer ein sofort sichtbares, strahlendes und langanhaltendes Ergebnis möchte fährt mit der Aktivreinigung am besten – sie ist schonend und der Schutz hält rund zwei Jahre. Mit der Passivreinigung sollte man etwas Geduld mitbringen, bis der Nachreinigungseffekt seine volle Wirkung entfaltet.

Mit dieser Entscheidungshilfe weißt Du nun, welche Methode zu Deiner Fassade passt – und kannst Deine Außenwände wieder zum Strahlen bringen.

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